Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Appell an SPD-Mitglieder Dreyer fordert fairen Umgang mit neuen Vorsitzenden

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) appelliert an die SPD, mit den künftigen Vorsitzenden der Partei fair umzugehen. Die Partei müsse "einen anderen Umgang pflegen", sagte sie dem "Mannheimer Morgen".

"Es gab zu oft in der Vergangenheit einen schlechten Umgang mit der Führung, und das muss aufhören", sagte Dreyer. "Es gibt Wahlen zum Parteivorsitz, und wer gegen eine Person ist, kann jemand anderes wählen oder selbst antreten."

Ergebnis am 26. Oktober erwartet

Die SPD-Mitglieder stimmen derzeit über sechs Kandidatenduos um den SPD-Vorsitz ab. Das Abstimmungsergebnis soll am 26. Oktober feststehen. Die Wahl der neuen Spitze erfolgt dann Anfang Dezember auf einem SPD-Parteitag in Berlin.

"Wir Sozialdemokraten sind oftmals zu kritisch mit den Führungskräften", sagte Dreyer weiter. Und mit Blick auf die ehemalige Parteivorsitzende Andrea Nahles, die Anfang Juni ihr Amt niederlegte, sagte Dreyer: Der Umgang mit Nahles sei "unfair und unsolidarisch" gewesen. "Andrea Nahles fehlt der Partei - und sie fehlt mir persönlich."

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Dreyer sagte, sie selbst sehe ihre künftige Rolle in ihrem Bundesland. "Ich habe 2021 Wahlen in Rheinland-Pfalz. Ich konzentriere mich voll auf mein Amt als Ministerpräsidentin. Mein Einfluss auf die SPD ist damit automatisch gegeben. Wir brauchen auch eine starke SPD in den Ländern", sagte sie.

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