Tag der Arbeit in Rheinland-Pfalz DGB-Landeschef wirbt für Europawahl

"Europa. Jetzt aber richtig!" lautet das Motto der DGB-Kundgebungen in Rheinland-Pfalz zum 1. Mai. Etwa 17.000 Menschen nahmen daran teil. Auch DGB-Landeschef Muscheid und Ministerpräsidentin Dreyer waren in Mainz vor Ort.

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Der DGB-Chef für Rheinland-Pfalz und das Saarland Dietmar Muscheid forderte die Bürger auf, zur Europawahl zu gehen. "Wir wollen, dass Europa eine Zukunft hat. Und deswegen demonstrieren heute in Deutschland Hunderttausende, in Europa Millionen - für unsere Vorstellung von einem weltoffenen, demokratischen, solidarischen und sozialen Europa. Denn darum muss es gehen am 26. Mai." In Europa dürften nicht diejenigen die Oberhand gewinnen, die spalten und Ängste schüren wollten, so der Gewerkschafter. "Die Nationalisten und Rechtspopulisten haben keine Konzepte für die Zukunft."

"Wir wollen ein Europa mit armutsfesten Mindestlöhnen, mehr Tarifbindung und Standards für gute Arbeitsbedingungen in allen EU-Staaten", erklärte Muscheid bei seiner Rede auf dem Mainzer Liebfrauenplatz. Wenn in der EU internationale Standards für Arbeitnehmerrechte, Soziales, Umwelt- und Verbraucherschutz das Geschehen auf den Märkten bestimmten, könne Europa zum "Vorbild einer fairen Globalisierung" werden.

Mehr Mitbestimmung für Arbeitnehmer

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) plädierte für mehr Mitbestimmung. "Dort wo Betriebe tarifgebunden sind und die Mitbestimmung funktioniert. Dort kann man auch etwas erreichen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen." In anderen Bereichen sei das nicht der Fall. Und deshalb hieße mehr Demokratie für Europa auch mehr Mitbestimmung für Europa, so Dreyer.

"Es wird viele Menschen in unserer Gesellschaft geben, die etwas anderes lernen werden müssen, weil sich durch die Digitalisierung viele Berufe ändern werden. Wir werden nicht weniger Arbeit haben, aber wir werden sehr viel andere Arbeit haben", sagte Dreyer. Es sei das Jahrhundert der Weiterbildung.

Laut DGB beteiligten sich in Mainz rund 1.600 Menschen an den Demonstrationen.

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