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Bei der Vogelzählaktion "Stunde der Wintervögel" am vergangenen Wochenende gab es laut Nabu einen neuen Mitmach-Rekord. Das Ergebnis selbst ist weniger erfreulich.

Rund 185.000 Vogelfreunde haben sich bisher beim Naturschutzbund (Nabu) gemeldet - und die Zahl wird noch steigen, denn noch bis kommenden Montag kann nachgemeldet werden. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2020 nahmen 143.000 Menschen an der Zählaktion teil.

Noch nie so wenige Vögel pro Garten gezählt

Das Ergebnis der Vogel-Zählung ist allerdings nicht so erfreulich: Mit rund 34 Exemplaren wurden noch nie so wenige Vögel pro Garten gezählt. Vor allem Vogelarten, deren Bestände sich im Winter durch Zuzüge aus dem Norden vergrößern, wie Kohlmeisen, Kleiber oder Kernbeißer, verharren auf niedrigem Niveau. Das könnte aber, so der Nabu, mit dem bis Mitte Dezember sehr milden Winter zu erklären sein.

Viele Spatzen, aber wenig Meisen in unseren Gärten

Auch Blaumeisen wurden wenige gesichtet - möglicherweise eine Folge des Blaumeisensterbens im vergangenen Frühjahr. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Haussperling (Spatz) und Ringeltaube schafften bei dieser Zählung Rekordergebnisse.

Die Ringeltaube schaffte es zum achthäufigsten Wintervogel in Deutschlands Gärten. Grund ist zum einen die Bestandszunahme der Art, aber auch eine zunehmend geringere Zugneigung dieses Teilziehers. Auch das Rotkehlchen scheint sich über den milden Winter zu freuen und erreicht sein bestes Ergebnis nach 2011.

Die "Stunde der Wintervögel" ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und fand bereits zum elften Mal statt.

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