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Die USA sind weltweit mit Abstand am stärksten von Corona betroffen. Mediziner im Süden und Westen des Landes bitten jetzt um Hilfe.

Am Wochenende hat die Zahl der entdeckten Corona-Infektionen in den USA die Marke von 2,5 Millionen überschritten. 126.000 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Der frühere Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, Tom Frieden, erklärte im Fernsehsender Fox, dass die Infektionszahlen in den USA zwangsläufig weiter ansteigen. Denn alles, was Gouverneure jetzt entscheiden, zeige erst in ein paar Wochen Wirkung.

Lage in Arizona, South Carolina, Texas, Florida und Kalifornien bald außer Kontrolle?

Besonders betroffen sind Arizona, South Carolina, Texas, Florida und Kalifornien. Der Gouverneur von Texas hat die Notbremse gezogen und alle Bars schließen lassen. Auch Florida hat den Ausschank von Alkohol jetzt verboten.

Arizonas Gesundheitsminister Alex Azar warnte im Fernsehen, dass nicht mehr viel Zeit bleibt: "Das Zeitfenster schließt sich. Wir müssen handeln, und jeder Einzelne muss verantwortungsvoll handeln. Wir müssen Abstand halten. Wir müssen Masken tragen, wenn wir keinen Abstand halten können."

Bradley Dreyfuss von der Medizinischen Fakultät der Universität von Arizona warnt davor, dass Krankenhäuser in den am stärksten betroffenen Staaten nicht länger Schritt halten können: "Corona lässt unser Gesundheitssystem zusammenstürzen."

Mediziner im Süden und Westen bitten um Hilfe

Das sind die gleichen Warnungen wie vor drei Monaten damals in New York, Boston und New Jersey. Jetzt bitten Mediziner im Süden und Westen des Landes um Hilfe. Als Vertreter des Krisenstabs will Vizepräsident Mike Pence diese Woche nach Arizona und Kalifornien reisen. Gestern machte er in Texas Station.

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