Ein Ferienflieger landet bei Sonnenschein. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte)

Tourismus nach Corona

Was Urlauber 2021 erwarten können

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Endlich wieder Reisen! Das hoffen nicht nur Urlauber, sondern auch die Tourismusbranche. Reisende müssen sich zwar auf neue Preise einstellen, doch nicht alles wird teurer.

Für Reisen war 2020 kein gutes Jahr. Die deutsche Tourismusbranche rechnet mit einem nie dagewesenen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber 2019, davon geht der Deutsche Reiseverband DRV aus. Auch in der laufenden Wintersaison zeichnet sich noch keine Trendwende ab. Der Umsatz liegt weiterhin mehr als 70 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, auch weil es derzeit nur wenige Reiseziele ohne Einreisebeschränkungen oder Quarantäne nach der Rückkehr gibt.

Tourismus-Unternehmen hoffen, dass Geschäft im Sommer anläuft

Für den Sommer 2021 gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer. Nach den jüngsten Impfstoff-Ankündigungen stiegen die Neubuchungen derzeit deutlich, so der DRV. Einer Umfrage unter Reisebüros und Reiseveranstaltern zufolge rechnet die Hälfte der Unternehmen damit, dass das Geschäft im Sommer wieder anläuft – auch wenn die Ziele eher bescheiden sind: Der DRV hofft, dass die Umsätze wieder etwa 50 bis 60 Prozent dessen erreichen, was die Branche vor der Corona-Krise erwirtschaftet hat.

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Dabei stellt sich die Branche nicht nur auf weniger Geschäft ein, sondern auch darauf, dass wir anders reisen. Schon jetzt geht der Trend zu kurzfristig geplanten Reisen. Die weiterhin geltenden Reisewarnungen und sich immer wieder ändernden Quarantäne-Regeln haben schon jetzt zur Folge, dass Reisende sehr kurzfristig buchen. Entsprechend zeichnen sich derzeit auch keine größeren Frühbucher-Rabatte ab.

Flugreisen werden günstiger, Extra-Services teurer

Zudem werden für Reisende wohl mehr Services kostenpflichtig. Die Reisebüros von DER Touristik verlangen bereits seit November eine Beratungsgebühr in Höhe von 15 Euro bei günstigeren Reisen und 30 Euro bei teureren Reisen. Wenn das die Kundschaft nicht abschreckt, könnten auch andere Reiseanbieter bei diesem Trend nachziehen. Auch bei Airlines werden wohl weitere Gebühren fällig. So wird es bei der Lufthansa ab dem Frühjahr keine kostenlosen Snacks mehr geben – so wie es bei vielen Billigfliegern bereits üblich ist.

Gleichzeitig wollen die Touristik-Unternehmen Reisenden den Urlaub so schmackhaft wie möglich machen. Zuletzt hatte die irische Fluggesellschaft Ryanair angekündigt, die Flugpreise radikal zu senken, da man nur mit Kampfpreisen durch die Krise komme. Folgen dem Beispiel weitere Airlines, könnten Flugreisen zunächst auch noch günstiger werden als bisher.

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