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Hass, verbreitet in der scheinbaren Anonymität des Internets: Dem will die Polizei entgegentreten - zahlreiche Verdächtige wurden bei einer bundesweiten Razzia vernommen.

Die Polizei ging in insgesamt 13 Bundesländern gegen Hasskommentare im Netz vor. In 38 Fällen seien unter anderem Wohnungen durchsucht und Verdächtige vernommen worden, teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit.

Täter sollen Hass im Internet verbreitet haben

Der Vorwurf: Die Täter sollen Hasskommentare im Internet gepostet haben. Zum Beispiel "öffentliche Aufforderungen zur Begehung von Straftaten, Beleidigungen von Amtspersonen oder antisemitische Beschimpfungen".

Seit Hasskommentare im Netz nicht nur gelöscht, sondern auch verfolgt werden, sinkt die Zahl der Delikte. Das berichtet ARD-Reporter Udo Bühlmann im Audio.

Dauer

Der Hintergrund der Einsätze ist der bundesweit vierte Aktionstag gegen Hasspostings. Daran beteiligte sich die Polizei in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Häme im Netz nach Tod von Politiker

Vor allem soziale Medien stehen immer wieder in der Kritik, nicht konsequent genug gegen Hass in ihren Netzwerken vorzugehen. Die Videoplattform YouTube kündigte jetzt auf ihrem Firmenblog an, mehr gegen diskriminierende und Hass verbreitende Videos unternehmen zu wollen.

Zuletzt sorgten auch Netzreaktionen zum Tod des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke für Aufregung. Der Politiker war mit einem Kopfschuss in seinem Garten aufgefunden worden. Sein Tod hatte teils hämische Kommentare in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

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