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Tausende Menschen haben in Deutschland gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben um die 15.000 Menschen allein am Alexanderplatz. In München waren es rund 20.000 Demonstrierende.

Auch in Hamburg, Frankfurt und vielen Städten im Südwesten setzten Tausende Menschen ein Zeichen gegen Rassismus - nicht nur in den USA. Sie standen unter dem Motto "Nein zu Rassismus" und "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen).

Acht Minuten und 46 Sekunden Stille

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Berlin kamen in schwarz. Bei einer Schweigeaktion setzten sie sich hin und blieben acht Minuten und 46 Sekunden lang still. So lange hatte ein weißer Polizist in den USA dem Afroamerikaner George Floyd sein Knie ins Genick gedrückt - bis dieser bewusstlos wurde und kurz danach starb.

Die Polizei versuchte mit Durchsagen, die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln durchzusetzen. In Hamburg, wo statt der erlaubten 800 Teilnehmer nach Behördenangaben insgesamt 14.000 Menschen auf die Straße gingen, hatten die Beamten schon vor der Demonstration auf Twitter ihre Solidarität bekundet.

Im Anschluss an die friedlichen Proteste in Hamburgs Innenstadt kam es zu Auseinandersetzungen zwischen einer Gruppe Demonstrierender und der Polizei. Aus der Gruppe heraus sei Pyrotechnik gezündet worden, sagte eine Sprecherin. Zwei Beamte wurden laut Polizei verletzt.

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