Zwei Jahre nach der Explosion in Beirut: Das Unglück ist ein "Symptom für die Krise im Libanon"

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AUTOR/IN
Vanja Weingart

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Die Explosion war eine der schwersten nicht-nuklearen Detonationen der jüngeren Geschichte. Am 4. August 2020 wurde in der libanesischen Hauptstadt Beirut ein Getreidespeicher weitgehend zerstört. Mindestens 214 Menschen wurden getötet, mehr als 6.500 verletzt. Der Hafen und weite Teile der Stadt wurden beschädigt oder zerstört, rund 300.000 Menschen obdachlos.
Zwei Jahre nach der Katastrophe leidet der Libanon unter der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Für Julian Loh von der Organisation Help ist die Explosion deshalb ein Symptom, wie schlecht die Dinge im Libanon laufen. Als Beispiele nennt er die drastische Abwertung der libanesischen Währung und die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen gestiegenen Lebensmittel- sowie Energiepreise.
Trotzdem würden die Libanesen die Hoffnung nicht aufgeben. Sie seien enorm kreativ und resilient. "Die Menschen im Libanon haben einen unglaublichen Durchhaltewillen. Das ist sehr beeindruckend."
Wieviel zwei Jahre nach der Explosion in Beirut von den Schäden noch zu sehen ist, erzählt der Programmkoordinator Nahost der Organisation Help im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart.

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Vanja Weingart