Werbung für Aktienfonds – was ist zu beachten?

STAND
AUTOR/IN
Gerald Pinkenburg
INTERVIEW
Arne Wiechern

Per Mail oder Brief flattern einem immer wieder Angebote ins Haus, die zum Beispiel für Investitionen in spezielle Aktienfonds werben. Was man dabei beachten muss, haben wir Saidi Sulilatu vom Geldratgeber "Finanztip" gefragt.

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In der Regel werde in den Angeboten für "aktive" Fonds gewoben, die etwas kosten, sagt Saidi Sulilatu in SWR Aktuell. Denn nur damit verdienten die Fondsgesellschaften Geld. Hier sollte man genau hinschauen, denn es gehe "um spezielle Investments, die ein hohes Risiko beinhalten." Besser seien sogenannte ETF’s, also börsengehandelte Fonds, die entweder gar nichts oder nur sehr wenig kosteten, sagt Sulilatu.

Nicht nur kurzfristig handeln – Vermögen breit streuen

Wer sein Geld zum Beispiel jetzt gerade in Aktien von Mineralölgesellschaften investiert, weil die aufgrund der hohen Energiepreise gerade kräftig verdienen, handele kurzfristig, warnt der Finanzexperte. Das sei zwar grundsätzlich eine Möglichkeit, Gewinne zu erzielen, aber hier sollte man nur "mit kleinem Geld" einsteigen, rät er. Ähnliches gelte für Investitionen in Aktien oder Fonds aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Das sei nur ein Wirtschaftszweig, in den man dann investiere. Grundsätzlich gelte, dass der wesentlich größere Teil des Geldes zum Beispiel in weltweit gestreute ETF’s fließen sollte, rät Sulilatu.

Beratung bei der Hausbank?

Beraten lassen kann man sich bei der eigenen Bank. Allerdings berge es das Risiko, dass hier nur eigene Produkte der Bank angeboten würden, an denen das Institut verdient. Zudem habe der Bankberater "klare Verkaufsvorgaben." Häufig werde denen vorgegeben, welche Wertpapiere in welchem Monat speziell vertrieben werden sollen, so der Experte von "Finanztip". Das könnte im schlimmsten Fall dem gegenüberstehen, was der Kunde eigentlich brauche.

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