Weiterbetrieb von Atomkraftwerken: "Entscheidung ist faktenbasiert – das ist mehr, als man erwarten durfte."

STAND
AUTOR/IN
Pascal Fournier

Audio herunterladen (4,6 MB | MP3)

Wirtschaftsminister Habeck will zwei Atomkraftwerke, Neckarwestheim in Baden-Württemberg und Isar-2 in Bayern, für die Versorgungssicherheit im kommenden Winter im Reservebetrieb halten. Was damit konkret gemeint sei, müsse sich erst noch zeigen, sagt Christoph Pistner, Nuklearexperte vom Öko-Institut in Darmstadt in SWR2 Aktuell: "Grundsätzlich heißt es, dass die Kernkraftwerke Ende des Jahres in den sogenannten kalt-kritischen Zustand heruntergefahren werden und danach in diesem Zustand bleiben. Es wird also, anders als geplant, nicht unmittelbar mit dem Rückbau der Anlagen begonnen." Alle vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen würden damit weiter durchgeführt und das Personal bliebe in der Anlage, um sie sicher betreiben zu können. "Wenn die Anforderung käme, die Anlage aus der Reserve zu führen, könnte das so zeitnah wie möglich umgesetzt werden." Ein Austausch der Brennelemente sei dafür nicht nötig, sagte Christoph Pistner. "In den Reaktoren werden Ende des Jahres noch Brennstoffreste vorhanden sein, die man weiter ausnutzen kann." Wie risikoreich der Weiterbetrieb ist, unter anderem darum geht es im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Fournier.

STAND
AUTOR/IN
Pascal Fournier