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Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer geht nicht davon aus, dass sich St. Wolfgang in Oberösterreich zu einem zweiten Ischgl entwickelt. Im SWR sagte Stürmer, das Infektionsgeschehen dort sei frühzeitig erkannt worden. Die Infektionsketten könnten dadurch möglicherweise noch eingegrenzt werden. Jetzt gehe es darum, sehr schnell die Kontakte der Infizierten herauszufinden. Außerdem sollten Quarantänemaßnahmen verhängt oder angepasst werden, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen. Eine Quarantäne für Österreich-Urlauber nach ihrer Heimkehr hält Stürmer nicht für angebracht. „Jeden, der aus dem Urlaub zurückkommt, in eine Quarantäne zu stecken, sei es aus Spanien oder aus Österreich, dann hätten wir wieder sehr viele Leute. Wo wollen Sie die Grenze ziehen?“ Man könne sich genauso gut im Urlaub an Nord- und Ostsee infizieren, sagte der Experte vom IMD-Labor für Virologie in Frankfurt am Main im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.

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