Video-Überwachung in Freiburg: Polizei kann an Wochenenden schnell deeskalierend eingreifen

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AUTOR/IN
Jonathan Hadem

In der Freiburger Innenstadt startet das dritte Wochenende mit Video-Überwachung. 16 Kameras sind in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag eingeschaltet. Die Polizei hat das 'Bermudadreieck' mit vielen Bars und Clubs bestens im Blick.

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Die erste Bilanz fällt positiv aus. "Wir sind auf einem guten Weg", sagt der Freiburger Vize-Polizeipräsident Matthias Zeiser im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem. In fünf Fällen hätten weitere Eskalationen und mögliche Straftaten verhindert werden können. Die Einsatzkräfte seien durch das Betrachten der Live-Video-Bilder schnell vor Ort gewesen. "Über Funk wurden die Einsatzkräfte, die in der Stadt sind, herangeführt und konnten entsprechend intervenieren."

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"Konzeptioneller Ansatz greift"

Bislang könne man keine Verlagerung von Straftaten in andere Freiburger Stadtviertel feststellen, in denen es keine Video-Überwachung gibt. Für eine abschließende Bilanz sei es allerdings noch zu früh, ergänzt der Freiburger Vize-Polizeipräsident. "Unser konzeptioneller Ansatz greift. Das sehen wir nach diesen zwei Wochenenden." Eine Bewertung der Gesamtsituation könne aber voraussichtlich erst nach einem Jahr vorgenommen werden. "Ganz zufrieden wären wir, wenn wir die Video-Überwachung nicht mehr brauchen würden."

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Jonathan Hadem