Versicherten-Bund fordert: Riester-Rente abschaffen

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'Stoppt die Riester-Rente - sonst sehen wir alt aus' – unter diesem Motto fordert ein Bündnis von Verbraucherorganisationen ein Ende dieser privaten Altersvorsorge. Am 11. Mai 2001 hat der Bundestag die Riester-Rente beschlossen. Ziel war eine Ergänzung zur staatlichen Rente, für die es Zuschüsse geben sollte. Aus Sicht der Verbraucherschützer profitieren vor allem Versicherungsunternehmen und deren Vertriebe. Für Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten ist eines der Hauptprobleme, dass "die Politik entschieden hat, sich ganz massiv auf die Versicherungswirtschaft zu stützen, insbesondere die Lebensversicherer". Er kritisiert: "Die Versicherungsunternehmen kalkulieren hier nicht fair. Das ist richtig teuer." Schon in der Ansparphase seien die Versicherungen "gierig geworden" und hätten mit "hohen Kosten zugelangt, um Geld von den Kunden abzuzwacken", so Kleinlein. An diesen hohen Kosten habe sich auch in der Niedrigzinsphase nichts geändert. Deshalb fordert das Bündnis jetzt, die Riester-Rente nach der Bundestagswahl abzuschaffen und durch ein anderes System zu ersetzen. Für bestehende Riester-Verträge müsse es dann aber einen Bestandsschutz geben und die Möglichkeit, sie umzuwandeln, wenn ein neues System eingeführt wird, betont Kleinlein. Der Bund der Versicherten schlägt dazu ein so genanntes "Basis-Depot" für die Altersvorsorge vor, dass dann auch staatlich gefördert wird. Was dort drin sein könnte, erklärt Axel Kleinlein im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser.

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