Verena Hubertz (SPD Trier) - Bilanz nach einem Jahr Bundestag: "Die Zukunft muss schneller kommen"

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AUTOR/IN
Petra Waldvogel

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Vor einem Jahr, am 26. Oktober 2021, war die konstituierende Sitzung des aktuellen Bundestags. Seitdem ist dort der Anteil der Abgeordneten, die jünger sind als 35, so hoch wie noch nie. Zu denen gehört auch Verena Hubertz von der SPD. Sie ist bei der Bundestagswahl im vergangenen Herbst für den Wahlkreis Trier per Direktmandat neu in den Bundestag eingezogen. Damals hat kaum jemand mit einem großangelegten Angriff Russlands auf die Ukraine gerechnet. Jetzt ist Hubertz Bundestagsabgeordnete einer Regierungspartei in Kriegszeiten.
In SWR Aktuell hat sie erklärt, dass der Ukraine-Krieg ihre Pläne und Ziele als Abgeordnete nur wenig verändert hat: „Wir haben das, was wir uns im Koalitionsvertrag vorgenommen haben, nämlich den Fortschritt und die Zukunft zu gestalten, nicht einfach beiseitegelegt. Die Zukunft muss jetzt noch schneller kommen, und die Zukunft bedeutet, ein klimaneutrales Land zu bauen, das nicht mehr abhängig ist von russischem Gas oder Öl.“ Aus Hubertz Sicht ist das kein abstraktes Ziel. Sie erlebe auch in ihrem Wahlkreis, dass sich die Menschen beispielsweise viel mehr Gedanken machen, womit sie heizen und wie sie Energie sparen können.
Die Generationenfrage spielt für Hubertz auch im Bundestag eine wichtige Rolle. Für jüngere Abgeordnete seien andere Fragestellungen wichtig, wie ein zukunftsfähiges Rentensystem, „das auch für uns noch was übrighat“. Auch bei Themen wie Digitalisierung oder Innovation sieht sie andere Herangehensweisen, „weil wir als Konsumentinnen und Konsumenten einer jüngeren Generation das auch ganz anders nutzen.“ Wie junge Bundestagsabgeordnete dafür sorgen, dass ihre Anliegen im Politikbetrieb besser zur Geltung kommen, erklärt Verena Hubertz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.

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Petra Waldvogel