Unterirdische Waldbrände im Nationalpark Harz: "Zum Löschen müssen wir uns die Hände schmutzig machen!"

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AUTOR/IN
Pascal Fournier

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Seit Tagen bekämpfen Feuerwehrleute einen Großbrand im Nationalpark Harz. Zu sehen sind die Flammen am höchsten Berg, dem Brocken, nicht. Denn es brennt unterirdisch. Das stellt die Feuerwehren vor Problem, wie der Brandexperte und Waldökologe Alexander Held in SWR Aktuell erklärt: "Das sind glühende Materialien, wie Humusauflagen und ähnliches organisches Material." Um die unterirdischen Brände zu löschen, muss ihnen die Nahrung entzogen werden. Wasser allein hilft dabei nicht, weil es nicht tief genug in den Boden eindringt. "Deshalb ist Graben das Mittel der Wahl: wir müssen die Glutnester so tief ausgraben, oder drum herum graben, dass man bis auf Mineralboden kommt, der nicht mehr brennen kann." Dazu muss auch mit Wasser gelöscht werden. "Das bedeutet aber tatsächlich in den meisten Fällen Handarbeit." Welche Schwierigkeiten dabei auftreten und wie hoch das Risiko für die Brandbekämpfer ist, unter anderem darüber hat Alexander Held mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Fournier gesprochen.

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