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Seit heute gilt ein neuer Atomwaffen-Verbotsvertrag. 122 Uno-Staaten haben ihn vor vier Jahren beschlossen. 51 haben ihn jetzt ratifiziert - das sind genug, um ihn in Kraft treten zu lassen. Aber wichtige Akteure wie Deutschland, die Nato insgesamt, und auch alle offiziellen Atommächte sind NICHT unter den Unterzeichnern. Was also bringt das Ganze?
Sascha Hach von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung sieht das Besondere an dem Vertrag darin, dass er Unterstützungsleistungen, wie die Finanzierung von Nuklearwaffen, verbiete: "Es sind zwei Drittel der Weltbevölkerung, die potentiell mitmachen. In all diesen Staaten dürften Banken und Versicherer nicht mehr investieren", sagte er SWR Aktuell. Das wiederum habe auch in Ländern, die sich nicht beteiligen, Auswirkungen. Erstmals hätten sich zudem die atomwaffenfreien Staaten formiert und seien zu einer politischen Kraft geworden. Damit könnten sie politischen Druck ausüben, erklärte Sascha Hach im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Das helfe der Abrüstung.

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