Taliban-Herrschaft in Afghanistan: Warum eine Afghanin lieber sterben will, als unter den Taliban zu leben

STAND
AUTOR/IN

Audio herunterladen (3,4 MB | MP3)

Eine Woche nach dem Abzug des US-Militärs aus der afghanischen Hauptstadt geben sich die Taliban moderat. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sollten sich künftig frei in Afghanistan bewegen dürfen. Auch die Rechte der Frauen würden respektiert, so die Taliban. "Glaubt ihnen kein Wort", sagt Hourvash Pourkian, Vorstandsmitglied der Initiative 'International Women in Power'. Eine moderate Herrschaft als Taliban 2.0 sei eine Illusion, weil die Ideologie der Islamisten die Scharia sei. Die Frauen in Afghanistan seien verzweifelt. Sie habe einen Brief bekommen, in dem eine Afghanin schreibt, sie wolle lieber sofort sterben, als zu einem Tod auf Raten unter der Herrschaft der Taliban verdammt zu sein.
Hourvash Pourkian beklagt, dass die internationale Gemeinschaft die Frauen in Afghanistan im Stich lasse. Deshalb will das Bündnis 'International Women in Power' am Dienstag in Berlin für ihre Anliegen protestieren. Warum die Aktivistin davon überzeugt ist, dass die Kundgebung etwas bringt, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.

STAND
AUTOR/IN