SPD-Vize-Chef Kühnert: "Mein Herz hüpft nicht höher, bei der Vorstellung einer Dreier-Koalition"

STAND
AUTOR/IN

Audio herunterladen (5,4 MB | MP3)

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Kevin Kühnert, hält ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl für nicht erstrebenswert, schließt eine solche Koalition aber auch nicht pauschal aus. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll sagte er: "Das schließen wir schon seit vielen Jahren nicht mehr aus. Das heißt aber nicht, dass sich daraus irgendein Automatismus ergibt." Es habe schon mal eine rot-rot-grüne Mehrheit im Bundestag gegeben. Diese sei jedoch ausdrücklich nicht genutzt worden, da man inhaltlich nicht zueinandergekommen sei.

"Die Grünen stehen uns am nächsten"

"Ich halte dieses Bündnis auch nicht für etwas Erstrebenswertes. Die Grünen sind für uns die Partei, die uns am nächsten steht, auch für die Herausforderungen der Zeit, den sozialökologischen Umbau - und um ein bisschen krisenresistenter, auch in Zukunft zu werden - wären SPD und Grüne zwei Parteien, die sich nicht im Weg stehen, sondern gut ergänzen würden. Jede Partei darüber hinaus würde das sicherlich schwieriger machen. Deshalb hüpft mein Herz nicht höher, bei der Vorstellung daran, in welcher Dreier-Koalition auch immer wir arbeiten müssten."

Zweier-Koalition durchaus möglich

Ein Zwei-Parteien-Bündnis mit Beteiligung der SPD hält der ehemalige Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert durchaus für möglich: "Die SPD ist in den Umfragen deutlich stärker geworden, so dass wir heute, vier Wochen vor der Wahl, sagen können, dass auch ein Zwei-Parteien-Bündnis, zum Beispiel aus SPD und Grünen möglich ist. Dazu fehlen noch drei bis vier Prozentpunkte. Dafür kämpfen wir", so Kühnert.

STAND
AUTOR/IN