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Im Zusammenhang mit der neuen Einschränkung für den Impfstoff von Astrazeneca wäre aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach "eine bessere Koordination" möglich gewesen. Im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Mirjam Meinhardt bezeichnete er die Situation dennoch als "kein großes Problem. Die Daten sind ja frisch reingekommen, und dann müssen die in der Verantwortung stehenden schnell handeln. Das ist hier geschehen." Lauterbach rechnet durch die Einschränkungen bei Astrazeneca auch nicht mit einem Rückschlag für die Impfkampagne, weil dieser Impfstoff "sehr stark bei den Älteren Menschen wirkt." Dort sei die Wirkung anfangs sogar unterschätzt worden. Lauterbach verwies auf etwa 25 Millionen Menschen über 60, die noch nicht geimpft seien. Für sie sei das Risiko nicht gestiegen, "und im Vergleich zur Nicht-Impfung ist die Impfung mit Astra[zeneca] ein Riesenvorteil", so Lauterbach. Er ist auch zuversichtlich, dass sich ältere Menschen durch das Hin und Her nicht von einer Impfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff abhalten ließen, weil sie "Risiken besser abwägen" könnten als jüngere Menschen. Das Risiko einer Impfkomplikation sei in der Altersgruppe zwischen 60 und 70 deutlich niedriger als an Covid zu erkranken. Deshalb sollten diese Menschen die Chance nutzen, sich freiwillig mit Astrazeneca impfen zu lassen, auch wenn sie in der Impfpriorisierung noch nicht dran seien. "Ich kann das einfach nur jedem empfehlen", so Lauterbach.

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