SPD-Familienpolitikerin Breymaier: Demo in Schweinfurt war kindeswohlgefährdend

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Nachdem ein Kind bei einer nicht angemeldeten Demonstration von Corona-Gegnern in Schweinfurt durch Tränengas verletzt wurde, hält die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Leni Breymaier, eine Gesetzesverschärfung für nicht notwendig. In SWR Aktuell sagte sie: "Wir haben als Staat schon die Möglichkeiten, solche Vorfälle hinterher zu ahnden. Wir haben dazu die Gesetze, dass so etwas nicht geht." Allerdings würde sie das Geschehen in Schweinfurt, "unter dem Begriff 'Kindeswohlgefährdung' einordnen. Eltern haben dort ganz gezielt ihre Kinder in eine Gefahrensituation gebracht. Soweit ich weiß, ist auch Anzeige gegen die Mutter erstattet worden und auch das Jugendamt ist informiert."
Breymaier, die selbst nicht in Schweinfurt war und nach eigener Aussage "nur die Bilder kennt", sagte weiter: "Was ich gehört habe, war es so, dass in Telegram-Gruppen und dort, wo sich die Demonstrierenden organisiert haben, auch dazu aufgerufen wurde, Kinder ausdrücklich mitzubringen und die Kinder in die erste Reihe des Demonstrationszuges zu stellen." Die SPD-Politikerin sprach von einer "sehr gezielten Provokation: Es war einkalkuliert, dass Bilder produziert werden mit der Aussage - krass gesagt - 'dieser Drecksstaat schreckt noch nicht mal davor zurück, Kindern weh zu tun.' Das ist in hohem Maße unanständig, unverantwortlich, unsäglich", so Breymaier.

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