Sozialwissenschaftlerin: "Links schützt nicht vor antisemitischen Verschwörungstheorien"

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Bei den Demonstrationen der Querdenken-Bewegung, die derzeit in ganz Deutschland stattfinden, sind auch immer wieder Anhänger und Anhängerinnen der Esoterik vertreten. Vereint in ihrer Ablehnung einer - wie auch immer gearteten - Impfpflicht und anderer Corona-Maßnahmen protestieren sie offenbar ohne Bedenken Seite an Seite mit Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern. Die Sozialwissenschaftlerin Nora Fine Pösl von der Ruhr-Universität Bochum hat das Verhältnis von Esoterik zu rechten Ideologien untersucht. Sie erkennt insbesondere drei Schnittmengen. Eine Gemeinsamkeit sei beispielsweise die strikte Ablehnung wissenschaftlicher Methodik, die als systemkonformes Dogma interpretiert würde. Wer so denke, lasse sich auch durch wissenschaftliche Hypothesen-Überprüfungen nicht überzeugen, so Pösl. Zudem sei eines klar: "Links schützt keinesfalls vor antisemitischen Verschwörungstheorien". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph berichtet die Sozialwissenschaftlerin von weiteren Gemeinsamkeiten, die Esoteriker und Extrem-Rechte in der Pandemie verbindet.

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