Sozialer Pflichtdienst für Jugendliche: Paritätischer Gesamtverband lehnt Idee des Bundespräsidenten ab

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Debatte angestoßen: Er regt die Einführung eines sozialen Pflichtdienstes für junge Menschen in Deutschland an.
Nichts von diesem Vorstoß hält der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands Ulrich Schneider. "Dann müsste man 700.000 Schulabgänger jährlich in einen solchen Pflichtdienst hineinstecken." Im Moment würden etwa 90.000 junge Leute das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) absolvieren.
Hinzu kämen Probleme mit der Motivation bei einem sozialen Pflichtdienst für Jugendliche: "Man müsste auch Menschen rekrutieren, die überhaupt keine Lust haben und vielleicht auch ungeeignet sind. Das wollen wir nicht." Das könne beispielsweise in einem Pflegeheim den Bewohnern und Angehörigen nicht zugemutet werden.
Sein Alternativvorschlag ist, den Bereich Soziales im Schulunterricht zu vermitteln. "Da gehört es hinein, wenn man will, dass alle jungen Leute soziale Erfahrungen sammeln sollen."
Warum es trotzdem eine gute Idee ist, in andere sozial Milieus hineinzuschauen, sagt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.

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