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Unternehmen, die noch arbeiten können, eint eine Angst: Was ist, wenn bei uns ein Covid-19-Fall auftritt? Desinfektion soll helfen, berichtet ein staatlich anerkannter Desinfektor.

Samuele Dinara betreibt ein Reinigungsunternehmen in Karlsruhe. Derzeit hat er besonders viel zu tun, denn dieses Unternehmen bietet auch professionelle Desinfektion. "Aktuell läuft die klassische Gebäudereinigung weiter", sagt er im SWR, aber "hinzu kommt aufgrund der Corona-Krise natürlich die Nachfrage bezüglich der Desinfektion".

Möglichkeiten und Grenzen von Desinfektion

Wenn Samuele Dinara mit seinem Unternehmen anrückt, sind sie nicht zimperlich: "Wir haben die klassische Schutzausrüstung der Klasse III", erklärt er. Das hat einen Grund: "Wir stehen praktisch in einem voll vernebelten Raum mit aggressiven Mitteln, daher müssen wir uns mit Vollmontur schützen." Es dauert mindestens vier Stunden samt intensivem Lüften, bis wieder Mitarbeiter den Raum betreten können. Warum Unternehmen dieses kostspielige Prozedere trotzdem auf sich nehmen, davon berichtet er im Interview zum Nachhören.

"Die Vorbeugung einer Desinfektion macht immer Sinn."

Samuele Dinara, staatlich anerkannter Desinfektor

In einem so bearbeiteten Raum hat es das Coronavirus schwer "so lange die Desinfektion noch wirkt", sagt Dinara. Die hat aber auch ihre Grenzen. "Wenn wir realistisch sprechen, geht es darum: Nachdem wir fertig sind, darf der Raum erst mal mehrere Stunde nicht mehr betreten werden."

Danach gilt aber: Ein Nieser und es ist vorbei. Es dauere also nicht lange, bis wieder "ein Mitarbeiter die Keimbelastung in den Raum trägt". Das kann ein Coronavirus sein, aber auch jede andere Art von Keim. Entsprechend voll sind seine Auftragsbücher und sie werden es wohl noch eine ganze Weile bleiben.

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