Schausteller nach Stuttgarter Weihnachtsmarkt-Absage: "Wir sind fassungslos"

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Nach der Absage des Stuttgarter Weihnachtsmarkts hat sich der Schaustellerverband Südwest Stuttgart enttäuscht gezeigt. Nun seien finanzielle Hilfen nötig.

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Der Vorsitzende des Schaustellerverbandes, Mark Roschmann, sagte dem SWR: "Wir waren vorbereitet, die Waren waren eingekauft. Wir sind fassungslos." Wichtig sei es nun, finanzielle Unterstützung zu bekommen. "Die Überbrückungshilfen und die Zuschüsse reichen jetzt eben nicht mehr."

Es gebe inzwischen Kollegen, die ihre finanziellen Reserven komplett aufgebraucht hätten. Roschmann sagte, einige hätten kein Geld mehr, um die bereits aufgebauten Weihnachtsmärkte wieder zu verlassen.

Keine Reserven mehr zum Abbau der Stände

Ihnen fehle das Geld, „um das Personal zu akquirieren, um die ganze Sache wieder abzubauen. Man fragt sich, wo man das Geld hernehmen soll." Außerdem müssten auch die Lieferanten bezahlt werden. "Die Warenhändler stehen da und sagen: Wir wollen unsere Waren bezahlt haben."

Für die Zukunft äußerte sich Roschmann pessimistisch: „2020 hatten wir 2021 als Perspektive. Dieses Jahr haben wir nächstes Jahr als Perspektive."

Ich glaube so langsam an gar nichts mehr. Ich appelliere an die Politik, dass sie die ganze Geschichte in den Griff kriegt.

Roschmann sagte außerdem, er sei ratlos, weil er sehe, dass die Politik Fehler gemacht habe. "Wir müssen es ausbaden. Den Letzten beißen die Hunde.“

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