Rückgang der Geburtenrate: Warum wegen der Corona-Impfung weniger Kinder zur Welt kamen

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AUTOR/IN
Vanja Weingart

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Der Start der Corona-Impfkampagne und die zunächst fehlende Impfempfehlung für Schwangere haben sich deutlich auf die Familienplanung der Deutschen ausgewirkt. Martin Bujard, stellvertretender Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, spricht von einem Rückgang der Geburtenrate von 1,6 auf 1,38 in den Monaten Januar bis April 2022. "Das ist ein gewaltiger Einbruch." Im Mai sei die Zahl der Geburten allerdings bereits wieder etwas angestiegen.
Insgesamt habe die Corona-Pandemie die Familienplanung der Deutschen allerdings weniger stark beeinflusst als in anderen Ländern, ergänzt Martin Bujard. Seine Schlussfolgerung ist, "dass die ökonomischen Sorgen in Deutschland stark politisch abgefedert wurden. Beispielsweise gab es bei uns die Kurzarbeit." In anderen Ländern, wie in den USA, sei dagegen sofort die Arbeitslosenquote gestiegen. Sein Fazit in Bezug auf den Kinderwunsch: "Arbeitslosigkeit und ökonomische Angst verhindern Geburten."
Wie sich der Klimawandel und der Krieg in der Ukraine auf die Geburtenrate auswirken könnte, erläutert der stellvertretender Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart.

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