RP-Landwirtschaftsministerin: Nutzung von Ökoflächen im Jahr 2023 ist richtig

STAND
AUTOR/IN
Arne Wiechern

Audio herunterladen (3,6 MB | MP3)

Der Krieg in der Ukraine hat Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) zum Umdenken bewogen. Landwirte in Deutschland können 2023 angesichts angespannter internationaler Agrarmärkte mehr Flächen zum Getreideanbau nutzen.
Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) begrüßt, dass damit die EU-Neuregelungen zu Flächenstilllegung und Fruchtwechsel einmalig ausgesetzt werden. "Wir haben derzeit außergewöhnliche Situationen und in außergewöhnlichen Situationen braucht es auch außergewöhnliche Herangehensweisen." Es müssten alle Potenziale genutzt werden, da in der Ukraine und teilweise auch in Russland große Getreideproduktionen ausgefallen seien. "Es geht nicht grundsätzlich um das Verlassen des Green Deals", ergänzt die FDP-Politikerin. Aber für die Ministerin hat Deutschland eine "Verpflichtung, einen Anteil zu leisten, damit wir die Weltbevölkerung mit Ernährung versorgen". Daniela Schmitt wies deshalb auch Kritik von Umweltschützern zurück und bekräftigte: "Für 2023 ist diese Ausnahmeregelung die richtige."
Warum es die rheinland-pfälzische Agrarministerin nicht für sinnvoll hält, Landwirtschaft und Umweltschutz gegeneinander auszuspielen, erläutert sie im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.

STAND
AUTOR/IN
Arne Wiechern