Rechtsstaatskurse für Flüchtlinge: Wie Baden-Württemberg die Integration voranbringen will

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AUTOR/IN
Marie Gediehn

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Staatsaufbau, Gewaltenteilung und Grundrechte: nach coronabedingter Zwangspause werden Flüchtlingen in Baden-Württemberg wieder Kurse zu Themen des deutschen Rechtsstaats angeboten. Landesjustizministerin Marion Gentges (CDU) ist sehr zufrieden, dass sich für das Vermitteln der Inhalte 300 Richter und Staatsanwälte gemeldet haben. Die Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Der Unterricht findet in vier Einheiten zu je 45 Minuten statt und wird jeweils von einer Frau und einem Mann gemeinsam geleitet. "Damit machen wir deutlich: Männer und Frauen sind bei uns gleichberechtigt", sagt Gentges.
Ziel der Kurse sei es, die Grundlagen für das Zusammenleben in Deutschland zu vermitteln. "Zusammenleben braucht Regeln. Und Regeln funktionieren umso besser, je besser man sie versteht." Nur so könne gewährleistet werden, dass sich möglichst jeder an die Regeln halte.
Neu hinzugekommen in die Kurse seien Antisemitismus sowie die Rolle der Frau in Gesellschaft und Familie. Diese Themen habe man bei der Bewertung der Kurse, die seit 2017 angeboten würden, als besonders wichtig eingeschätzt und deshalb mit in den Unterricht aufgenommen.
Was für die baden-württembergische Justizministerin das Besondere an den Kursen ist, erläutert sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn.

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Marie Gediehn