Politik-Wissenschaftler Burkhardt: Putin-Herrschaft ist an einem "heiklen Punkt" angekommen

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Ist an Gerüchten über einen möglichen Putsch gegen Kreml-Chef Wladimir Putin etwas dran? Fabian Burkhardt, Politikwissenschaftler am Leibnitz-Institut für Ost- und Südosteuropa-Forschung, rät, solchen Berichten mit Vorsicht zu begegnen. "Putin hat ein sehr ausgeklügeltes System geschaffen von verschiedenen bewaffneten Sicherheitsdiensten und anderen Organen, die sich gegenseitig kontrollieren, aber schlecht zusammenarbeiten. Und gerade, wenn es darum geht, einen Putsch zu organisieren, da muss abgestimmt und kollektiv gehandelt werden", sagte Burkhardt im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Constance Schirra. Berichte über Verhaftungen einzelner Akteure oder das angebliche Verschwinden von Verteidigungsminister Sergej Schoigu müssten nicht zwingend bedeuten, dass da "etwas im Busch" sei. Dass es Gerüchte gebe, spreche aber immerhin dafür, dass Putins Herrschaft an einem heiklen Punkt angekommen sei, meint der Osteuropa-Experte. Warum er Putins wiederholte Drohungen mit einem Nuklearschlag sehr ernst nimmt, hören Sie im Interview.

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