Plastiktüten, Pfand, Elektroschrott: Wird 2022 ein Nachhaltigkeitsjahr?

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In diesem Jahr ändert sich für Verbraucherinnen und Verbraucher wieder einiges - auch in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Zum Beispiel gelten neue Regeln bei der umstrittenen Plastiktüte. Seit dem 1. Januar ist die klassische Tragetasche aus Kunststoff Geschichte. Sie darf nicht mehr angeboten werden. Ein großer Schritt?

Obstbeutel werden weiterhin angeboten

Katarina Schickling ist Nachhaltigkeitsexpertin und Autorin. Sie bemängelt, "dass es weiterhin an jeder Obsttheke die dünnen Plastikbeutel gibt, die sogenannten Hemdchenbeutel." Seitdem die klassischen Plastiktüten verpflichtend Geld kosten müssen, sei der Verbrauch an diesen Hemdchenbeuteln sogar gestiegen, sagt Schickling im SWR. Daran bemerke man auch, wie geschickt manche Kunden reagierten, wenn ihnen etwas weggenommen werde.

Nachhaltig einkaufen

"Ich würde mir wünschen, dass auch diese Hemdchenbeutel ganz verboten werden. Bis dahin haben wir es natürlich in der Hand, diese Plastikbeutel einfach nicht zu verwenden." Am besten sei es, die Einkäufe in einem Korb oder in einer Tasche zu haben, die immer wieder verwendet werden könne.

Forderung: Schalen-Gemüse nicht in Plastik einschweißen

Die Nachhaltigkeitsexpertin geht noch einen Schritt weiter. Beispiel: in Plastik verpacktes Gemüse. "Generell sollten wir dahin kommen, dass Obst und Gemüse mit Schale nicht noch zusätzlich in Plastik eingepackt sind. Der Gesetzgeber könnte hier mehr unternehmen", so Schickling im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.

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