Parlamentswahl in Frankreich: Warum eine Französin in Deutschland für das Links-Bündnis kandidiert

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In Frankreich findet am Sonntag (19.06.) die zweite Runde der Parlamentswahl statt. Die Französin Asma Rharmaoui-Claquin lebt in Deutschland und kandidiert hier für das Links-Bündnis NUPES. Die 25-Jährige will Abgeordnete für die Auslandsfranzösinnen und -franzosen werden. Eine Besonderheit des französischen Wahlsystems ermöglicht ihr die Kandidatur.
Rharmaoui-Claquin will sich unter anderem dafür einsetzen, dass die Rente mit 60 in Frankreich wieder eingeführt wird. "Meine Schwester ist Kassiererin. Ich will nicht, dass sie bis 70 durcharbeitet." Sie selbst habe während ihres Studiums als Reinigungskraft gearbeitet, ergänzt die NUPES-Kandidatin. Eine solche Tätigkeit könne niemand physisch bis ins hohe Alter durchhalten. "Wenn es um Berufe geht, die in erster Linie von Frauen ausgeübt werden - mit schwierigen Arbeitszeiten und unter schwierigen Arbeitsbedingungen, dann ist es lebenswichtig, dass sie irgendwann auch aufhören können."
Wie die 25-jährige Französin ihre Erfolgschancen bei der zweiten Runde der französischen Parlamentswahl einschätzt, erzählt sie ebenfalls im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Dagmar Freudenreich.

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