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Die Hoffnung ist groß: besseres Wetter, immer mehr Impfungen, sinkende Corona-Zahlen. Trotzdem ist eine Entspannung wie 2020 im Frühjahr nicht selbstverständlich.

"Dieses Jahr haben wir eine andere Situation: Wir haben Mutationen und wir haben die Mutation aus Südafrika, die sich dort ja auch im Sommer ausgebreitet hat", sagt der Arzt und Journalist Lothar Zimmermann. Das bringe Unsicherheit mit sich: Wie aggressiv breiten sich neue Virus-Varianten aus?

"Man kann das letzte Frühjahr leider nicht als Blaupause für dieses Jahr nehmen."

Lothar Zimmermann, Arzt und Journalist

Jede Übertragung ist auch eine Gelegenheit zur Mutation – bekommen wir also weitere Mutanten? Außerdem sei bisher nur klar, dass die Übertragung durch geimpfte Personen unwahrscheinlicher sei. Ausgeschlossen ist das allerdings nicht.

Ungewissheit bleibt: Was ist mit den Corona-Virus-Mutationen?

"Wenn es keine Mutationen gegeben hätte, hätte man sagen können: Es wird wohl wahrscheinlich wieder genau so laufen wie letztes Jahr. Dieses Jahr wissen wir das nicht genau", gibt Zimmermann zu bedenken. Hier seien die aktuellen Einschränkungen der sozialen Kontakte sehr hilfreich, die Situation im Griff zu behalten. Sollte die Zahl der Kontakte jeder und jedes einzelnen wieder zunehmen, hätten auch solche aggressiven Mutationen deutlich leichteres Spiel – Frühling hin oder her.

Wie viel Besserung kann der Frühling in der Pandemie bringen?

Trotzdem sei natürlich der Frühling allgemein im Gegensatz zum Winter keine gute Zeit für Viren: "Wenn es jetzt wieder wärmer wird, dann sind die  Schleimhäute feuchter und gleichzeitig ist die Luft auch feuchter – die Viren sinken leichter zu Boden und sterben dann auch ab." Eine gewisse Hoffnung sei also durchaus berechtigt, sagt der Mediziner: "Man muss davon ausgehen, dass es besser wird – wie gut es wird, wissen wir nicht."

Problem bleibt: Zwei Wochen vergehen zwischen Lockerung und Auswirkung

"Das schlimme ist ja auch immer bei dem Virus: Wir hecheln ja immer zwei Wochen hinterher, bevor wir die Auswirkungen sehen." Das gehöre genauso wie die leichtere Verbreitung der Mutationen bei Lockerungen zur Risiko-Abschätzung. Vorsicht sei also geboten, aber weil das Wetter und die Impfungen gegen das Virus arbeiteten, bleibt dem Arzt und Journalist Zimmermann ein positives Fazit: "Ich setze tatsächlich darauf, dass wir eine Entspannung bekommen – wie schnell die kommt und wie stark, das müssen wir sehen, aber entspannen wird es sich. Da bin ich ganz sicher."

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