Özlem Demirel (Linke): "Wir brauchen einen Waffenstillstand in der Ukraine"

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Russland und der Westen reden wieder miteinander. In Genf haben sich die Vizeaußenminister der USA und Russlands getroffen, und auch der NATO-Russland rat hat zum ersten Mal seit Jahren wieder getagt.
Im Zentrum der Gespräche: Der Ukraine-Konflikt.
Für Özlem Demirel, Linken-Europaabgeordnete und Sprecherin für Friedens- und Sicherheitspolitik, sollte das Hauptinteresse darin liegen, den Frieden zu sichern. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch wies sie auf die unterschiedlichen Interessenslagen beider Seiten hin. Bei den USA sei das, einen "Zwei-Fronten-Krieg" zu vermeiden und sich "auf den Indopazifik – sprich: die Auseinandersetzung mit China" zu konzentrieren. Russlands Interesse sei, die eigene Einflusssphäre zu sichern, dazu gehöre auch die Ost-Ukraine, so Demirel. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch hob die Linken-Europaabgeordnete das Angebot Russlands für ein Moratorium für Mittelstreckenraketen hervor. Das sei im Interesse Europas, "denn wer, wenn nicht die Menschen in Europa, wollen keine Raketen hier haben, die ihre Sicherheit bedrohen könnten". Auf diese Angebote sollte der Westen jetzt "schnell reagieren", so Demirel.

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