NGO: Lebensmittel-Abfälle vermeiden schon beim Einkauf

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Autor/in
Stefan Eich
Stefan Eich steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Michael Paufler

Die EU-Umweltminister beraten über eine neue Abfallrichtlinie. Sie sieht feste Quoten für weniger Lebensmittelabfälle vor. Theresa Mörsen von der Nichtregierungsorganisation "Zero Waste Europe" geht das nicht schnell genug.

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Mörsen fordert in SWR Aktuell unter anderem eine bessere Aufklärung: Zum Beispiel deutliche Hinweise auf Lebensmittelverpackungen, dass Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben, noch genießbar seien.

Es wird einfach sehr viel gekauft, was später nicht verzehrt wird und im Kühlschrank schlecht wird. Das hat auch damit zu tun, wie eingekauft wird - und wie gut dabei geplant wird. Da fehlen leider ein bisschen die Erfahrungen.

In der EU-Richtlinie würden zum Beispiel bei Handel und Gastronomie keine genauen Vorgaben gemacht, wie der Abfall zu reduzieren sei, kritisierte Mörsen. Vorschläge würde es geben, beispielsweise wie Verbraucher besser aufgeklärt weden sollten oder effizientere Lieferketten - "aber wie das genau funktionieren soll und wer dafür verantwortlich ist, müssen die Mitgliedsstaaten selbst umsetzen."

Wie sich ihrer Meinung nach Lebensmittelabfälle noch reduzieren lassen und weshalb Aufklärungskampagnen bisher offenbar zu wenig bringen, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich mit Theresa Mörsen gesprochen.

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