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Die Hochwasser-Katastrophe an der Ahr hat auch viele Winzer hart getroffen. Der Starkregen richtete in den Steillagen der Weinberge große Schäden an. An solchen Hängen könnten Wassermassen durchaus Bodenerosion auslösen, sagt Annegret Thieken, Professorin für Geographie und Naturrisikenforschung an der Universität Potsdam. "Da kann es dann zu Rillenerosionen kommen, dass man da richtige Fließbahnen an den Hängen sieht."
Dieser Effekt werde durch den Weinbau begünstigt, da es sich um eine Dauerkultur handele. Die Maschinen würden immer über die gleichen Stellen fahren. Dort finde punktuell eine sehr starke Bodenverdichtung statt. Eine regelmäßige Auflockerung der Erde sei erforderlich, um Erosion bei Starkregen vorzubeugen. Als bessere Alternative empfiehlt die Professorin jedoch, den Hang parallel zu bearbeiten und nicht in Richtung der Hangneigung. "Man kann sich das so wie Mini-Terrassen vorstellen, damit das Wasser nicht den Hang hinunterschießt, sondern stehen bleibt und versickert."
Welche Effekte die Versiegelung der Landschaft durch Straßen und Häuser hat, erklärt die Wissenschaftlerin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies.

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