Mögliches Energie-Embargo gegen Russland: "Wir haben uns nicht vorbereitet."

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AUTOR/IN
Arne Wiechern

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Der Preis für Öl und Gas steigt. Wegen des Kriegs in der Ukraine und eines möglichen Energie-Embargos gegen Russland ist keine Entspannung in Sicht. Herbert Saurugg, Präsident der gemeinnützigen Gesellschaft für Krisenvorsorge in Österreich hält es für sehr schwierig, schnell Lösungen zu finden. "Wir stecken mitten in der Krise und haben uns nicht vorbereitet." Alle müssten sich darauf einstellen, dass es nicht so weitergehen werde, wie wir es gewohnt seien. Eine Konsequenz, die langfristig gezogen werden sollte, sei, dass die Industrie globale Abhängigkeiten reduzieren müsse. "Das wird eine höhere regionale Eigenversorgung erfordern, auch wenn das nicht so billig ist." Der Ukraine-Krieg und die mit ihm verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten würden zeigen, wie krisenanfällig die "Just-In-Time"-Prozesse seien, die die Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hätten.
Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern erläutert der Krisenmanager, wie die Politik mit einer möglichen Unterbrechung der Gasversorgung und möglichen Stromengpässen umgehen muss.

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