Migrationsforscher begrüßt UK-Ruanda-Abschiebe-Stopp

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AUTOR/IN
Katja Burck

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Es sollte der große Streich von Premier Boris Johnson werden, um Menschen davon abzuhalten, auf illegalem Weg in das Vereinigte Königreich einzuwandern: Das ostafrikanische Ruanda soll in den nächsten fünf Jahren Menschen aufnehmen, die sich auf britisches Asyl bewerben. Dafür bekommt Ruanda viel Geld - man geht von 140 Millionen Euro aus. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einer seltenen Intervention einen Abschiebeflug von England nach Ruanda gestoppt. Der Migrationsforscher Gerald Knaus findet: eine vernünftige Entscheidung. Allerdings müsse man das Verfahren differenziert betrachten: Wenn die britische Regierung Menschen nach Ruanda abschiebe, damit sie nicht in Schlauchbooten im Ärmelkanal ertränken, dann sei das ein legitimes Ziel, “wenn man es aber um den Preis erreicht, dass Menschen durch unmenschliche Behandlung abgeschreckt werden, dann ist es unmoralisch.” Wie der die migrationspolitischen Lösungen der EU und Deutschlands dagegen einschätzt, verrät er im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Katja Burck.

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Katja Burck