Künstliche Intelligenz in der Justiz – keine "Roboter-Richter"

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AUTOR/IN
Vanja Weingart

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Künstliche Intelligenz, KI, spielt im Alltag eine immer größere Rolle: Selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, Computersysteme, die Entscheidungen treffen oder menschliche Entscheidungen unterstützen. Auch die Justiz setzt inzwischen solche Systeme ein, wo sie die Arbeit erleichtern können. Für Alexander Riedel, den Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe, gibt es allerdings klare Grenzen, was den Einsatz von künstlicher Intelligenz am Gericht angeht: "Wir können uns das im Strafrecht nicht vorstellen. Wie wollen sie die Glaubwürdigkeit eines Zeugen bewerten? Das kann nicht über Software laufen. (…) Bei allem, was in den normativen Bereich hineingeht, können wir uns das nicht vorstellen." 'Roboter-Richter' werde es also nicht geben, betont Riedel im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart. Künstliche Intelligenz und Software helfe allerdings jetzt schon bei Massenverfahren, wie zum Beispiel im Dieselskandal oder im Fluggastrecht: "Da haben wir absolut standardisierte Daten. Man kennt die Rechtsprechung. (…) Das Ziel ist, dass, wenn man die Software trainiert, differenzierte Textbausteine zur Verfügung gestellt werden", so Riedel

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Vanja Weingart