Krieg in der Ukraine: SPD-Verteidigungspolitiker Schmid fordert Aufrüstung

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INTERVIEW
Gerald Pinkenburg

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat sich angesichts des Krieges in der Ukraine für eine weitere Stärkung der Bundeswehr ausgesprochen.

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Das Militärbündnis Nato muss nach Ansicht des SPD-Außenpolitikers "mehr Truppen und Waffensysteme in den östlichen Nato-Staaten" in Erwägung ziehen. Man müsse die Sicherheitsbedenken dieser Länder gegenüber Russland ernst nehmen, sagte der frühere baden-württembergische Landesminister im SWR.

"Und vor allem werden wir als Westen, EU und NATO und andere Partner im G7-Kreis bisher nie dagewesene Sanktionen gegen Russland verhängen, damit Russland auf Jahre hinaus international isoliert ist."

Die Sanktionen müssten "sehr breit die russische Wirtschaft, aber auch die Verantwortlichen für diesen Angriffskrieg treffen", sagte der SPD-Politiker weiter. Es stehe fest, dass die Gas-Pipeline "Nord Stream 2" Deutschland auf unabsehbare Zeit nicht mit russischem Gas beliefern werden könne – „also solange jedenfalls Putin und alle diejenigen, die dieses Kriegsverbrechen zu verantworten haben, in Verantwortung stehen". Bis dahin seien normale Wirtschaftsbeziehungen ausgeschlossen.

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