STAND
AUTOR/IN

Die Wiederherstellung der Wasserversorgung im Ahrtal in der Eifel ist nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums ein großes Problem. Zu den am schlimmsten von den Fluten getroffenen Gemeinden gehört der Ort Schuld.

Audio herunterladen (5,5 MB | MP3)

"Was die Brennpunkte anbelangt, haben wir noch nicht den Überblick, um eine zeitliche Prognose abzugeben", sagte Staatssekretär Erwin Manz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies. Die Infrastruktur sei zerstört. Außerdem stehe häufig kein Strom zur Verfügung.

"Wasserleitungen sind einfach nicht mehr vorhanden."

Das Ministerium habe bei allen Versorgern in der Eifel nachgefragt, wie es um die Wasserversorgung stehe und deshalb einen guten Überblick. In einzelnen Ortsteilen sei eine Notversorgung notwendig. Häufig reichten jedoch technische Maßnahmen aus.

Verkeimtes Wasser in Brunnenschächte eingedrungen

Das treffe vor allem auf nicht so stark von den Fluten getroffenen Regionen zu. Dort sei durch das Hochwasser in erster Linie verkeimtes Wasser in Brunnenschächte eingedrungen. "Durch eine vorübergehende stärkere Chlorung kann man das Trinkwasser so aufbereiten, dass es genießbar ist.“ Auch eine Reinigung der Anlagen sei möglich. "Das geht dann relativ schnell", ergänzte der Staatssekretär.

"Keine technischen Vorkehrungen" gegen Extrem-Hochwasser

Die Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal hat bislang mindestens 116 Menschenleben gefordert. Es handele sich um ein Extremereignis, das wir uns bislang nicht vorstellen konnten, fügte Manz hinzu. "Da gibt es keine technischen Vorkehrungen dagegen."

Was kleinere Hochwasser-Ereignisse angehe, sei Rheinland-Pfalz gut gewappnet und die Trinkwasser-Versorgung sichergestellt. Die Wasserwerke hätten ihre Brunnen so gebaut und abgedichtet, dass Schadstoffe in der Regel nicht in den Untergrund eindringen würden.

STAND
AUTOR/IN