Israel-Reise: Merz will zeigen, dass er Kanzler kann

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Jonathan Hadem
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Andreas Böhnisch

CDU-Chef Friedrich Merz reist nach Israel. Damit wolle er zeigen, dass er als Bundeskanzler geeignet sei, so die Politikwissenschaftlerin Dorothée de Nève.

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Es ist der erste Besuch von Friedrich Merz in Israel, seitdem das Land am 7. Oktober 2023 von der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen wurde. Der CDU-Parteichef und Unions-Fraktionsvorsitzende wird unter anderem Staatspräsident Izchak Herzog und Premierminister Benjamin Netanjahu treffen.

Israel-Reise: Merz will zeigen, dass er Kanzler kann

Die Israel-Reise von Friedrich Merz hat nach Ansicht von Dorothée de Nève, Politikwissenschaftlerin an der Universität Gießen, auch eine innenpolitische Botschaft. CDU/CSU wollten nach der nächsten Bundestagswahl den Kanzler stellen. Als CDU-Parteivorsitzender sowie Unions-Fraktionschef im Bundestag sei Merz als Kandidat erst einmal gesetzt.

Doch bislang werde Merz in der deutschen Öffentlichkeit vor allem als "spitzzüngiger Oppositionsführer" wahrgenommen. Der Besuch in Israel solle seine Kanzlerfähigkeit unter Beweis stellen. "Merz versucht, das heimische Publikum in Deutschland zu überzeugen."

Merz-Reise nach Israel in politisch heikler Situation

Der Israel-Reise von Friedrich Merz findet in einer politisch heiklen Situation statt. Es gebe international und auch in Israel selbst Kritik am Vorgehen der Armee. Insbesondere die Angriffe auf Rafah im Süden des Gazastreifens würden verurteilt. "Da kann die israelische Regierung Aufmerksamkeit und Anerkennung von außen gut gebrauchen", ergänzt die Politikwissenschaftlerin.

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