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Das Coronavirus hat unser Beziehungsverhalten verändert. Körperlicher Kontakt ist für viele Singles zum Luxus geworden. Aus Angst vor Ansteckung und Erkrankung an Covid-19 wurde weniger gedatet. Die Hälfte der Menschen, die Dating-Apps benutzen, habe damit aufgehört oder das Kennenlernen anderer Personen reduziert, sagt Andrea Newerla, Soziologin und Intimitätsforscherin an der Universität Gießen. Die andere Hälfte der deutschen Singles habe auch während der Corona-Pandemie an den Dating-Gewohnheiten festgehalten und sei deshalb stark kritisiert worden. "Da kam immer so ein bisschen der Vorwurf, man würde nur an sich selbst denken." Diese Kritik hält die Soziologin allerdings für problematisch. Man könne nicht alle Singles über einen Kamm scheren. "Wenn ich allein lebend bin und im Homeoffice arbeite, kann ich mir vielleicht schon erlauben, einmal im Monat auf ein Date zu gehen." Dazu gehören für die Intimitätsforscherin auch Sex-Dates. Warum das Bedürfnis nach Körperlichkeit größer ist, als die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, erläutert die Wissenschaftlerin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.

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