Info-Date am Morgen: Russische Armee greift Odessa an und FDP in BW will Strobls Diensthandy beschlagnahmen lassen

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Im Ukraine-Krieg steht die Hafenstadt Odessa weiter unter Beschuss. Bei russischen Raketenangriffen wurden dort mindestens ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt. Die Luftwaffe hatte nach Darstellung des ukrainischen Militärs mehrere Hyperschallraketen vom Typ "Kinschal" auf Odessa abgefeuert. Ziele waren demnach unter anderem ein Einkaufszentrum und ein Warenlager. Die Bewohner wurden aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen. Sehr angespannt bleibt auch die Lage in der Hafenstadt Mariupol. Dort halten sich nach Angaben der ukrainischen Behörden immer noch rund 100.000 Menschen auf. Auch in dem von russischen Truppen belagerten Stahlwerk Azovstal seien noch rund 100 Zivilpersonen eingeschlossen, hieß es.
Der politische Druck auf den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) nimmt weiter zu. Nach der Durchsuchung des Innenministeriums fordert die FDP-Landtagsfraktion, das Diensthandy von Strobl zu beschlagnahmen. Die dienstliche und politische Kommunikation erfolge heute über das Handy. Sollte die Staatsanwaltschaft das private und das dienstliche Mobiltelefon des Innenministers nicht beschlagnahmt haben, müsse dies dringend nachgeholt werden, so die FDP-Innenexpertin Julia Goll gegenüber dem SWR. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strobl, weil er im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den ranghöchsten Polizeibeamten wegen sexueller Belästigung ein Anwaltsschreiben weitergegeben hat.

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