Info-Date am Morgen: Maas für U-Ausschuss zu Afghanistan – Montgomery will Corona-Auflagen verschärfen

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Seit fast vier Wochen sind in Afghanistan die Taliban an der Macht. Dass es so weit kommen konnte, liegt auch am missglückten internationalen Militäreinsatz in dem Land. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, die Fehler bei diesem Einsatz in einem Untersuchungsausschuss des Bundestages aufzuarbeiten. In den ARD-Tagesthemen hat Maas gesagt, er sei an maximaler Aufklärung interessiert, damit sich Fehleinschätzungen nicht wiederholten. Er habe im Moment den Eindruck, "dass bestimmte Fakten nur so gewertet und gelesen werden, wie es dem ein oder anderen gerade zu dieser Zeit politisch in den Kram passt. Deshalb finde ich es richtig, wenn sich der neue Bundestag, in welcher Form auch immer, mit diesen Fragen beschäftigt - gegebenenfalls in einem Untersuchungsausschuss", so Maas.
Zuvor hatte sich Maas mit seinem US-Kollegen Antony Blinken auf der Militärbasis Ramstein getroffen. Dort haben beide über den Umgang mit den Taliban beraten. Beide sind sich einig: Für weitere Hilfen des Westens müssen die Taliban Bedingungen erfüllen. Die wichtigste: Die Taliban sollen den internationalen Flughafen in Kabul wieder öffnen.
Der Vorsitzende des Weltärztebundes,
Frank Ulrich Montgomery, würde die Corona-Auflagen gerne verschärfen. Den Funke-Zeitungen sagte er, im Kampf gegen die vierte Infektionswelle werde es kaum reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen. Bundesweit sollte, wo immer möglich, die 2G-Regel eingeführt werden - das heißt, nur noch Geimpfte und Genesene sollten Zutritt bekommen.

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