Info-Date am Morgen: UN-Sicherheitsrat beschäftigt sich mit Israels Luftangriff auf Rafah ++ Tourismusbranche in BW hofft auf mehr Gäste während der Fußball-EM

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Jonathan Hadem
Jonathan Hadem steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
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Andreas Böhnisch

Israel steht wegen seines Vorgehens im Gazastreifen zunehmend unter Druck. Ein Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat fordert das Ende der Militäroffensive. Das erste Thema.

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Der UN-Sicherheitsrat hat sich auf einer Dringlichkeitssitzung mit dem Luftangriff Israels auf das Flüchtlingslager in Rafah beschäftigt. Ein neuer Resolutionsentwurf fordert, dass Israel seine Militäroffensive sofort beenden muss. Außerdem müsse es eine sofortige und von allen Seiten respektierte Waffenruhe im Gazastreifen geben, heißt es in der von Algerien erstellten Beschlussvorlage, die der dpa vorliegt. Die islamistische Terrororganisation Hamas wird zudem aufgefordert, alle Geiseln freizulassen. Nach Angaben von Diplomaten könnten einige Ratsmitglieder ein Votum schon an diesem Mittwoch anstreben. Die USA könnten ihr Veto bei der Abstimmung einlegen.

Israelische Armee setzt Offensive in Rafah fort

Israels Panzer rücken ungeachtet des wachsenden internationalen Drucks auf die Regierung des Landes weiter in Rafah im Süden des Gazastreifens vor. Die israelische Armee wies Berichte zurück, sie habe in Rafah eine humanitäre Zone angegriffen. Attackiert worden sei vielmehr eine nahegelegene Anlage der Hamas. Es werde untersucht, ob dort etwa Waffen gelagert waren, die bei dem Luftangriff explodierten und so den tödlichen Großbrand in dem Zeltlager auslösten.

Tourismus-Branche in Baden-Württemberg setzt auf Fußball-EM

Am 14. Juni beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Im Südwesten ist die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart Austragungsort. Es finden fünf Spiele statt - vier Vorrunden-Begegnungen und ein Viertelfinalspiel. Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium rechnet im Juni und Juli mit deutlich steigenden Übernachtungszahlen und verweist auf die WM 2006. Damals hat die Zahl der ausländischen Gäste um 10 Prozent zugenommen.

Von der EM dürften auch die Orte profitieren, in denen teilnehmende Mannschaften ihr Quartier beziehen, so eine Ministeriumssprecherin gegenüber dem SWR. Die Schweiz ist in einem Hotel in Stuttgart-Degerloch, das belgische Team in Ludwigsburg, die Spanier sind in Donaueschingen und Dänemark in Freudenstadt.