Info-Date am Mittag: Gasversorgung in Deutschland wohl gesichert und Ausbildung ukrainischer Soldaten in RLP gestartet

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Die Kämpfe in der Ostukraine wirken sich auf den russischen Gastransit nach Europa aus: Die Menge russischen Erdgases über die wichtige Route Sochraniwka in der Region Luhansk sank auf null, so wie es die Ukraine angekündigt hatte. Laut Bundeswirtschaftsministerium drohen trotzdem keine Versorgungsengpässe. Auch aus Sicht von Claudia Kemfert, Energieexpertin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) besteht kein Anlass zur Sorge. Im SWR-Interview forderte sie die EU-Staaten trotzdem zum Handeln auf und nannte drei wichtige Punkte. Erstens müsse Gas aus möglichst vielen verschiedenen Ländern bezogen werden. Zweitens sei dafür Sorge zu tragen, dass die Gasspeicher im Sommer gefüllt werden - und zwar "so maximal, wie es geht. Da spielt Deutschland eine wichtige Rolle, weil wir viele Speicheroptionen haben. Aber das dritte ist eben auch, Gas einzusparen und wegzukommen vom fossilen Erdgas."
In Deutschland hat die Ausbildung ukrainischer Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 begonnen. Sie findet in der Bundeswehr-Artillerieschule in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz statt. Die Ausbildung dauert üblicherweise 40 Tage, kann bei entsprechenden Vorkenntnissen aber auch verkürzt werden.
Deutschland will sieben Panzerhaubitzen 2000 an die Ukraine abgeben. Die Niederlande liefern ihrerseits fünf der schweren Geschütze. Die Ausbildung findet in Abstimmung mit den Niederlanden in Deutschland statt.

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