Info-Date am Mittag: Französisches Wahlrecht begünstigt Macron und Deutschland importiert weiter viel Energie aus Russland

STAND
AUTOR/IN

Audio herunterladen (9,7 MB | MP3)

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich. Am Ende hatte das Bündnis von Präsident Emmanuel Macron die Nase leicht vorn - dicht gefolgt von der Links-Allianz des Populisten Jean-Luc Mélenchon. Allerdings dürfte das französische Mehrheitswahlrecht das Macron-Lager begünstigen. In der zweiten Runde kann in jedem Wahlkreis nur ein Kandidat direkt gewählt werden. Wer die meisten Stimmen erhält, zieht in die Nationalversammlung ein. In der Regel sind gemäßigtere Kandidaten im Vorteil. Die Strategie des Macron-Bündnisses dürfte es nun sein, die Allianz von Mélenchon als linksextrem darzustellen. Die zweite Runde der französischen Parlamentswahl findet am kommenden Sonntag statt.
Russland hat trotz Wirtschaftssanktionen seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine Rekordeinnahmen mit Energieexporten verdient. Das in Finnland ansässige "Centre for Research of Energie and clean Air" (CREA) geht von 93 Milliarden Euro aus, die Russland eingenommen habe. Den wichtigsten Teil der Exporte machen Rohöl und Gas aus. Zu den größten Abnehmern gehört Deutschland. Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), hat deshalb das Ziel einer baldigen Abkopplung der PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt von russischem Öl bekräftigt. Dieses solle durch Öl aus "alternativen Quellen" ersetzt werden, sagte er im Deutschlandfunk. Die Versorgungssicherheit in Ostdeutschland werde dadurch nicht gefährdet.

STAND
AUTOR/IN