Info-Date am Abend: Russland drosselt Gaslieferungen an Deutschland; Bauerntag debattiert über Ernährungskrise

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Russland drosselt die Gaslieferungen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream nach Deutschland. Der Staatskonzern Gazprom teilte mit, die maximale Durchflussmenge werde um 40 Prozent reduziert. Gazprom begründete das mit Verzögerungen bei Reparaturarbeiten: Ein Aggregat des deutschen Siemens-Konzerns sei nicht rechtzeitig aus der Reparatur zurückgekommen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist der Gasdurchfluss durch Nord Stream bisher aber nicht zurückgegangen.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, fordert, mehr Getreide zu produzieren - auch auf Brachflächen, die für den Naturschutz vorgesehen sind und auf denen normalerweise nichts angebaut werden soll. Beim deutschen Bauerntag in Lübeck schlug Rukwied vor, die von der EU vorgesehenen vier Prozent Brachflächen aufzuteilen - zwei Prozent für Artenschutz und zwei für Getreide. Hintergrund der Überlegungen ist, dass wegen des Krieges in der Ukraine viele Lebensmittel-Lieferungen ausbleiben.

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