Info-Date am Abend: Rekord-Polizeieinsatz beim ESC ++ Neue BW-Kampagne zur Europawahl

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Bettina Kozana

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Im schwedischen Malmö findet Morgen das große Finale des Eurovision Song Contest statt. Schon die ganze Woche gab es deshalb besondere Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt wegen Protesten rund um den Gazakrieg. Nachdem die israelische Teilnehmerin Eden Golan nun im Finale steht, drohen weitere Proteste. Die schwedische Polizei spricht von einem der größten Einsätze in der Geschichte des Landes.

BW-Kampagne zur Europawahl

Die baden-württembergische Landesregierung hat in Stuttgart eine Europawahl-Kampagne gestartet. In 14 Städten verteilt über ganz Baden-Württemberg soll in den kommenden Wochen für die Europawahl geworben werden. Damit will die Landesregierung die Bürgerinnen und Bürger motivieren, am 9. Juni ihre Stimme abzugeben.

Eurovision Song Contest in Malmö Journalist Feddersen über den ESC 2024: „Kein Schlager-Contest“

Der ESC trage seit den 50er-Jahren zur Entwicklung eines europäischen Gemeinschaftsgefühls bei, sagt der Journalist Jan Feddersen: „Man guckt es und man lernt sich überhaupt kennen.“

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Vor dem ESC-Finale: "Deutschland muss aus den letzten Jahren lernen"

Für Diversität und Völkerverständigung steht der ESC eigentlich, doch in diesem Jahr ist er auch hochpolitisch - mit einigen weniger schönen Begleiterscheinungen. So bekommt die israelische Teilnehmerin Eden Golan beispielsweise zahlreiche antisemitische Morddrohungen und muss von der Polizei geschützt werden, ihr Hotelzimmer soll sie möglichst nicht verlassen. Der Arzt und Journalist Lothar Zimmermann ist als Fan fast jedes Jahr beim ESC dabei und merkt dieses Mal definitiv einen Unterschied: "Das ist kein Vergleich zum Beispiel zum letzten Jahr in Liverpool, als die ganze Stadt gefeiert hat. Das findet hier nur in den Clubs statt." Trotzdem soll es Morgen im großen Finale um die Musik gehen– allerdings hat Zimmermann wenig Hoffnung auf eine gute deutsche Platzierung. "Ich befürchte, dass Deutschland auf dem 20. bis 26. Platz landet. Ich glaube, die deutschen Verantwortlichen müssen mal wirklich etwas aus den letzten Auftritten lernen. Wir haben diesmal einen tollen Sänger, aber mal wieder eine Bühnenshow, die nicht richtig zum Song passt", so Zimmermann. Wer für ihn die Favoriten sind, erklärt der ESC-Fan im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.

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