Völkerrechtler zu Venezuela: UNO statt EU müsste was tun

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SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Im Machtkampf zwischen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und Parlamentspräsident Juan Guaidó hat Deutschland sich gemeinsam mit anderen Staaten auf die Seite des selbsternannten Regierungschefs Guaidó geschlagen. Der Völkerrechtler Hans-Joachim Heintze kritisiert das: "Man lässt sich auf einen Streit zwischen zwei Menschen ein, die von sich behaupten, sie seien die Regierung des Landes – das ist nicht sehr klug." Das internationale Recht kenne nur die Anerkennung von Staaten, nicht von Einzelpersonen in Ämtern. Klüger wäre es gewesen, dass einzelne Staaten sich auf die dringend notwendige humanitäre Hilfe konzentrieren. Das Einhegen des innervenezolanischen Konflikts sei Aufgabe der UNO, erklärt Heintze im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck.

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