Syrien-Konferenz: Nouripour (Grüne) sieht Russland, Iran und Türkei am Scheideweg

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SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Der außenpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Omid Nouripour, erwartet, dass sich beim Syrien-Treffen in Sotschi am heutigen Donnerstag Russland, Iran und die Türkei zwischen einem "Sieg-Frieden" für Assad und einer inklusiven Lösung entscheiden müssen. In SWR Aktuell sagte Nouripour, die drei Mächte müssten die zentrale Frage beantworten: "Ob sie glauben, dass ein 'Sieg-Friede' – das heißt, Assad hat gewonnen, er wird sich durchsetzen und alle Bedingungen diktieren – ob das auf Dauer hält und ob das ernsthaft dauerhaften Frieden bringen soll oder ob man nicht, egal, wie die militärische Lage aussieht, versuchen muss, eine inklusive Lösung hinzubekommen, bei der die große Mehrheit der syrischen Bevölkerung, die sunnitisch ist und die in den letzten sieben Jahren das Gefühl hatte, dass ihre Interessen untergebuttert werden, sich repräsentiert fühlt." Problematisch sei, dass dabei jede Partei abweichende Ziele verfolge. Das macht Omid Nouripour im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Dagmar Freudenreich am Beispiel Irans deutlich.

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